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Tag für Tag 11. - 25. Mai
> 11. - 15. Mai: Marino Formenti "reinhören"> 11. - 15. Mai: Marino Formenti "reinhören"

Fünf Tage "reinhören": Marino Formenti spielt non-stop von 14.00 - 22.00 Uhr im Pavillon.
(Sonntag 11.5. von 16.00 - 22.00 Uhr.) >MarinoFormenti

Der Pianist Marino Formenti zählt mit seiner außergewöhnlichen Kombination von Intellekt und Emotionalität zu den herausragenden Musikerpersönlichkeiten unserer Zeit. Von der Los Angeles Times als „Glenn Gould for the 21st Century“ gepriesen, hat er sich zuerst im Bereich der zeitgenössischen Musik einen Namen gemacht. Marino Formentis Vorliebe für neue, unerwartete
Zusammenhänge lässt außergewöhnlich kreative Projekte entstehen, die mit der Konzertform experimentieren. Er tritt weltweit mit bekannten Orchestern oder mit Soloabenden bei re- nommierten Konzerthäusern und Festivals auf.

> 16. Mai: Ensemble Thélème und SoloVoices "Un coup de Dés"> 16. Mai: Ensemble Thélème und SoloVoices "Un coup de Dés"

Mit: Svea Schildknecht (Sopran), Francisca Näf (Mezzosopran), Breno Quinderé (Altus), Lior Leibovici (Tenor), Ivo Haun (Tenor), Jean Knutti (Bariton), Simon MacHale (Bariton), Jean-Christophe Groffe (Bass) | Konzept und Leitung: Jean-Christophe Groffe | >theleme.ch >SoloVoices

INNEN-AUSSEN; im Inneren des Klangraums werden zwei Bildschirme aufgestellt. Auf diese Bildschirme werden durch Webcams die Vorgänge außerhalb des Pavillons, also auf dem Kleinen Münsterplatz, direktübertragen und können innen mitverfolgt werden. Hinter den Bildschirmen befinden sich (unsichtbar) Sänger und Sängerinnen, die Werke des 16. Jahrhunderts singen. Das Publikum kann mittels einer Glocke die SängerInnen sichtbar werden und aus den Song Books von John Cage vortragen lassen.

> 17. Mai 14.00-22.00: Monika Zeiner und marinafon   "Die Ordnung der Sterne über Como"> 17. Mai 14.00-22.00: Monika Zeiner und marinafon "Die Ordnung der Sterne über Como"

Mit: Andreas Hirche (Klavier/ Akkordeon), Christian Betz (Gitarre/ Elektronik), Patrick Blanke (Kontrabass), Holger Zimmermann (Schlagzeug/ Perkussion), Monika Zeiner (Gesang) | Konzept und Leitung: Monika Zeiner | >marinafon.de

Monika Zeiner liest aus ihrem Roman „Die Ordnung der Sterne über Como“, einem Freundschafts-, Liebes- und Musikerroman. Ihre Band marinafon begleitet sie musikalisch. Dabei wechseln Lesepassagen mit konzertanten Abschnitten, geräuschhafte und improvisierte Stücke, die teils die Texte untermalen, gehen in Songs über, Eigenkompositionen der Band und italienische Lieder der 50er und 60er Jahre von Liebe, Tod und vom Meer, die thematisch mit dem Roman verwandt sind und deren melancholische Stimmung den Grundsound der Aufführung vorgibt. Dabei wechselt die Besetzung immer wieder zwischen kammermusikalischen, minimalistischen Passagen (Solo, Duo) zur ganzen Band.


> 18. Mai 14.00-22.00: Matterhorn Produktionen  "Nach Lampedusa – Wandererfantasien"> 18. Mai 14.00-22.00: Matterhorn Produktionen "Nach Lampedusa – Wandererfantasien"

Mit: Daniel Hellmann (Bariton), Ursina Greuel (Regie), Samuel Fried (Klavier), Daniela Lehmann (Produktionsleitung).
Konzept und Leitung: Daniel Hellmann, Ursina Greuel | >Matterhorn >Daniel Hellmann >Samuel Fried

Dem Heimweh und dem Alltag von Asylanten und "Sans-Papiers-Personen" in der Schweiz wird romantisches Liedgut gegenübergestellt. Lieder von Schubert und Schumann werden mit Erzählungen von MigrantInnen und behördlichen Texten collagiert und spielerisch miteinander verknüpft.

> 19. Mai 14.00 - 22.00: Ensemble Tétraclavier  "Tétraptéron 0 - IV"> 19. Mai 14.00 - 22.00: Ensemble Tétraclavier "Tétraptéron 0 - IV"

Mit: Ensemble Tétraclavier; Susanne Lang (Klavier)(Bild), Nadja Lesaulnier (Cembalo), Benoît Hennecart (Celesta), Jean-Jacques Dünki (Clavichord) |
Konzept u. Leitung: Jean-Jacques Dünki | >J.J.Duenki >NadijaLesaulnier
>SusanneLang >BenoîtHennecart

Tétraptéron 0 - IV: Im Mittelpunkt steht ein Zyklus von fünf Stücken für vier Tasteninstrumente, die heterogener nicht sein könnten: „Tétraptéron 0 – IV“ (1981-94, Dauer: 14 Minuten) von Jean-Jacques Dünki (*1948) für Klavier, Cembalo, Celesta und Clavichord. Nicht nur gehören diese vier Instrumente verschiedenen historischen Epochen an, sie differieren auch beträchtlich in ihrem Anschlag und vor allem in ihrer Lautstärke. Dabei gibt das leiseste Instrument, das Clavichord, den Ton an. Sehr selten erklingen alle vier Instrumente im Tutti, noch seltener wird es dabei laut. Alle Klangkombinationen (6 Duos, 4 Trios, 1 Quartett) kommen vor. Inbild des Ganzen ist der unvorhersehbare und rätselhafte Flug einer Libelle, des „Vierflüglers“.

> 20. Mai 14.00 - 22.00: Hanneli-Musig "Alte Basler Tanzmusik à la carte"> 20. Mai 14.00 - 22.00: Hanneli-Musig "Alte Basler Tanzmusik à la carte"

Mit: Dani Häusler, Johannes Schmid-Kunz, Fabian Müller, Fränggi Gehrig, Ueli Mooser, Peter Gisler |
Konzept und Leitung: Fabian Müller | >Hanneli-Musig >FabianMüller

Zu den markanten Entwicklungsschritten der schweizerischen Volksmusikszene gehört die Herausgabe der von der Baselbieterin Hanny Christen (1899-1976) gesammelten Volksmusikstücke im Jahr 2002. Das Blättern in der Sammlung mit über 12‘000 Melodien gleicht einer endlosen musikgeschichtlichen Schatzsuche. Diese „Schatzsuche“ wird erstmals in Basel-Stadt im Langzeitformat zu hören sein.


> 21. Mai 16.00 – 22.00: Flamante Tango Quartett "Tango infinito"> 21. Mai 16.00 – 22.00: Flamante Tango Quartett "Tango infinito"

Mit: Jonatan Blaty (Bandoneón), Juan María Braceras (Violine), Alejandro Sarmentero (Piano) und Mitch Méndez (Kontrabass), Konzept und Leitung: Jonatan Blaty | >FlamanteTango >JonatanBlaty

Das Flamante Tango Quartett wurde Anfang 2013 von vier professionellen, aus Lateinamerika stammenden Musikern ins Leben gerufen. Alle Mitglieder des Quartetts sind professionelle Musiker mit grosser Erfahrung sowohl in klassischen als auch populären Musikstilen, was sich im breiten Repertoire des Quartetts widerspiegelt. Dieses reicht von der „Guardia vieja“ (dt.: Alte Garde, d.h. Tangos, die um die vorletzte Jahrhundertwende entstanden sind) über die grossen Meister des Tangos bis hin zu eigenen Kompositionen.

Das Quartett zeichnet sich durch einen modernen Klang aus, wobei es den Musikern gelingt, Wesen und traditionelle Formen des Tangos auf wundervolle Weise wieder aufleben zu lassen. Die einzigartige Musik des Flamante Tango Quartetts ist bei einem Besuch im Konzertsaal, auf einer Milonga und natürlich bei >reinhören ein Genuss, der die Zeit vergessen lässt.


> 22. Mai 14.00-22.00: Zafraan Ensemble "Schichtung"> 22. Mai 14.00-22.00: Zafraan Ensemble "Schichtung"

Mit: Miguel Pérez Iñesta, Emmanuelle Bernard, Dénise Beck, Clemens Hund-Göschel, Martin Hiendl (Komponist). | Konzept und Leitung: Clemens Hund-Göschel und Martin Hiendl. | >Zafraan Ensemble >Dénise Beck >Martin Hiendl

Vier Performer erzeugen kaum hörbare Klänge mit ihrem Körper: durch ihren Atem, ihre Hände, ihre Stimmen. Es gibt keine Partitur sondern ein Buch mit schriftlichen Anweisungen, das sie im Verlauf der Performance langsam durchwandern. Dabei werden die äußerst zerbrechlichen Klänge mit Kassettenrekordern aufgenommen und über Lautsprecher im Kreis herumgereicht. Im Verlauf der Stunden überschreiben und vermischen sich diese Klänge zu einem dichten Gewebe, das die intimen Lautspuren der Performer aufbewahrt und wiedergibt.
Radikale Einsamkeit umgibt die Performer – ihre Klänge sind (fast) nur für sie hörbar. Mit einem Glas Wasser, einem der banalsten und gleichzeitig elementarsten Alltagsgegenstände, kann das Publikum das Ensemble jedoch wie ein Meta-Instrument bespielen. Um das Ergebnis wahrnehmen zu können, müssen die Zuschauer die Einsamkeit durchbrechen und die Nähe der Performer aufsuchen. “Schichtung”, eine Zusammenarbeit zwischen dem Zafraan Ensemble und dem Komponisten Martin Hiendl, ist eine Einladung an jeden einzelnen Zuschauer, zu einem Teilnehmer zu werden um die persönlichen Grenzen von Distanz und Nähe neu zu finden.


> 23. Mai 14.00 - 22.00: "Excercices de style - Stilübungen" > 23. Mai 14.00 - 22.00: "Excercices de style - Stilübungen"

Mit: Heike Liss (Video), Désirée Meiser (Sprecherin), Marcus Weiss (Saxophon und andere Instrumente), Fred Frith (elektr. Gitarre und andere Instrumente), Sylwia Zytynska (Schlagzeug) | Konzept und Leitung: oben genannte. | >Marcus Weiss >Fred Frith >DesireeMeiser >HeikeLiss >SylwiaZytynska

Raymond Queneau erzählt in „Exercices de style“ (1947) immer dieselbe, in einem Pariser Bus und vor einem Bahnhof sich abspielende, unbedeutende Szene. Insgesamt 99 Mal, jedoch jedes Mal in einem anderen Stil. Der Text hat sehr viele musikalische Angriffsflächen, die von den drei Musikern und der Sprecherin improvisatorisch in wechselnden Besetzungen, auch mit komponierten Teilen umgesetzt und von Heike Liss visualisiert werden.

> 24. Mai 14.00 - 22.00: eunoia - Quintett für Neue Musik "Live Music Box"> 24. Mai 14.00 - 22.00: eunoia - Quintett für Neue Musik "Live Music Box"

Mit: Ellen Fallowfield, (Violoncello), Stephen Menotti, (Posaune), Clemens Hund-Göschel, (Klavier), Louisa Marxen, (Schlagzeug), Robert Torche (Audiodesign), Pit Wagner (bildender Künstler) | Konzept und Leitung: Louisa Marxen | >eunoia >PitWagner >RobertTorche

LIVE MUSIC BOX; Wir verstehen uns als lebendige Juke Box. Aus einem Dutzend Titel wählt der Zuhörer seinen Wunschsong - wir spielen die dazu passende Musik aus unserem Fundus.
Wir setzen der Erwartung des Zuhörers unseren Vorschlag entgegen und laden ihn in eine Klangwelt von Überraschungen und Kehrtwendungen ein. Zeitgleich hält ein bildender Künstler seine Eindrücke auf Papier fest. Der Entstehungsprozess der Zeichnungen wird live auf die Wand projiziert.
Das Publikum bestimmt was gespielt wird, wann, wie oft und was somit zum Hit des Tages wird!

> 25. Mai 14.00 - 22.00: Balthasar Ewald "Wohnzimmerkonzert"> 25. Mai 14.00 - 22.00: Balthasar Ewald "Wohnzimmerkonzert"

Mit Balthasar Ewald mit Simon MacHale und Dawn Nilo
>BalthasarEwald >Simon MacHale >Dawn Nilo

Seit fünf Jahren zieht Balthasar Ewald mit seinen friedlichen und zum Wandel aufrufenden Liedern durch Wohnzimmer auf der ganzen Welt. Manch einem Fremden fühlt man sich nach einer musikalischen Stunde in der "guten Stube" näher als dem Grossteil der Menschen mit denen man sich über soziale Netzwerke verbunden glaubt. Das meist im intimen Rahmen vor gemischtem Publikum auf einfache Weise aufgeführte Wohnzimmerkonzert schafft eine wohltuende Gegenbewegung zum virtuellen Kontakterlebnis, das heute nahezu alle Bereiche des Alltags durchdringt.
Es geht in Ewalds Liedern um Herzwärme und Inspiration, um Innehalten, sich Zeit zu nehmen und darum, Impulse zu finden für persönliche Veränderungen.Die Lieder werden für diesen Anlass durch meditative Zwischenspiele miteinander verwoben.
Zwei Gäste werden Balthars Performance mit Intermezzi bereichern, wie neue Gäste in einem Wohnzimmer:
Simon MacHale, Sänger und Songwriter (ca. 14:45-15:15 und ca.19:45-20:15 Uhr) und Dawn Nilo mit Kurzgeschichten und Teezeremonie (ca. 17-18 Uhr)